Biologically-Inspired Networks and Services

Das Projekt "Biologically-Inspired Networks and Services" (BIONETS) ist durch aktuelle Weiterentwicklungen und Forschungsergebnisse im Bereich des Pervasive Computing motiviert und basiert auf der Hypothese, dass in naher Zukunft tausende kleiner netzwerkfähiger Geräte unterschiedlichster Funktionalität unsere fünf Sinne ergänzen und unseren Alltag erleichtern werden. Annahme ist, dass die Komplexität dieser Umgebungen, der lebender Organismen, existierender Ökosysteme und sozio-ökonomischer Systeme stark ähneln wird. Klassische Ansätze der Kommunikation sind in diesem Kontext ineffektiv, da sie folgende wichtige Eigenschaften nicht berücksichtigen: sehr große Anzahl billiger und heterogener Geräte, hohe Mobilität von Netzwerkknoten, hoher Verwaltungsaufwand, Brachliegen von Ressourcen, und dynamische Anpassung der Infrastrukturkomponenten.

BIONETS versucht diese Probleme durch einen neuen Ansatz zu lösen. Natur und Gesellschaft zeigen viele Beispiele auf, in denen es großen Populationen möglich ist, effiziente Gleichgewichtszustände zu erreichen und leistungsfähige Strategien zur Kooperation und Überlebenssicherung zu entwickeln. Durch die Ausnutzung lokaler Wechselbeziehungen sind einige dieser Populationen sogar in der Lage, selbst ohne das Vorhandensein zentraler Organisationsstrukturen zu funktionieren. Systeme dieser Art sollen BIONETS Inspiration sein für die Entwicklung komplett integrierter Netzwerk- und Dienst-Umgebungen, die selbst in der Gegenwart tausender heterogener Geräte gut skalieren und gleichzeitig in der Lage sind, sich autonom an eine wechselnde Umgebung anzupassen.

Um diese Herausforderungen zu meistern wählt BIONETS einen Paradigma, das auf autonomer und lokaler Peer-to-Peer Kommunikation beruht. So wie sich lebende Organismen durch natürliche Selektion weiterentwickeln, sind Dienste in BIONETS autonom und selbstmodifizierend, um sich an die Umgebung anzupassen.

HITeC beteiligt sich im Projekt BIONETS als Leiter des Sicherheitsarbeitspaketes und hat damit die Möglichkeit neue Technologien zu entwickeln und diese direkt in den Entwicklungsprozess des Systems zu integrieren.

Projektpartner:

  • CREATE-NET
  • Consiglio Nazionale delle Ricerche - Pisa
  • University of Trento
  • Technion
  • University of Basel
  • Technische Universität Berlin
  • RWTH Aachen University
  • Budapest University of Thechnologie and Economics
  • Nokia Corporation
  • Valtion Teknillinen Tutkimuskeskus
  • Institut National de Recherche en Informatique et Automatique
  • National and Kapodistrian University of Athens
  • Telecom Italia
  • London School of Economics and Political Science
  • Sun Microsystems Iberica SA

Mitarbeiter/innen

  • Daniel Schreckling
  • Christopher Schwardt
  • Daniel Kreischer
  • Informationen im Internet: www.bionets.eu Bionets