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Goal-orientation für Flexible business processes (Go4Flex)

In dieser von der DFG als so genanntes „Transferprojekt“ geförderten Kooperation werden zusammen mit dem Industriepartner Daimler AG moderne – d.h. insbesondere dynamische und flexible – Geschäftsprozesse so modelliert, simuliert, analysiert und ausgeführt, dass für sie wichtige Eigenschaften bereits vorab gesichert und die Prozesse selbst dann auch noch im laufenden Betrieb dynamisch, flexibel und zielorientiert an sich verändernde Umgebungsbedingungen angepasst werden können. Wesentliche Basis dafür sind in früheren DFG-Projekten erarbeiteten Ergebnissen zur zielorientierten Steuerung verteilter Aktivitäten mithilfe von intentionalen BDI-Agenten.

Geschäftsprozesse spielen bei der Umsetzung der Geschäftsstrategie vieler Unternehmen eine entscheidende Rolle; insbesondere wichtig ist dabei deren Modellierung – einerseits um die Abläufe (abstrakt) zu beschreiben und zu dokumentieren und andererseits, um eine Automatisierung oder Unterstützung der Prozess-beteiligten durch eine IT-gestützte Ausführung vorzubereiten. In der industriellen Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass bereits vorhandene Modellierungsansätze nicht für alle Arten von Geschäftsprozessen ausreichen: Probleme entstehen vor allem in Anwendungsfeldern mit hoher Dynamik und Prozessbeschreibungen auf Basis relativ starrer Modelle. In diesem Projekt werden daher in Kooperation mit dem Praxispartner Daimler AG neuartige Lösungsmöglichkeiten zur Prozessmodellierung, -ausführung und -überwachung erforscht und konkret im Anwendungsbereich der „Fahrzeugproduktion und -logistik“ praktisch erprobt. Ziel dabei ist u.a. die Ergänzung der Prozessmodellierung um eine abstrakte Kontextsicht, die nicht auf den konkreten Ablauf eines Prozesses, d.h. die Aktivitätenfolge an sich, sondern auf die dahinter liegenden Prozessmotivationen, d.h. die Gründe und Randbedingungen seiner Ausführung fokussiert. Die Einbeziehung der Prozessziele ermöglicht dabei einerseits eine abstraktere Spezifikation der Prozesse und erlaubt andererseits eine erhöhte Adaptivität zur Laufzeit, da Aktivitäten kontextsensitiv zur Erfüllung von Prozesszielen herangezogen werden können. Zusätzlich können Prozesse so enger an die Geschäftsstrategie angebunden und auch leichter an sich dynamisch ändernde Randbedingungen angepasst werden. Um derartig „agile“, d.h. laufzeitdynamische, Prozesse modellieren, simulieren, analysieren und auch ausführen zu können, sollen Forschungen aus den Bereichen des Geschäftsprozess-Managements mit denen der zielorientierten Steuerung verteilter Aktivitäten auf der Basis intentionaler BDIAgenten zusammengeführt werden.

Kooperationspartner

  • Daimler AG

Mitarbeiter/innen

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